Schreibwerkstatt mit Rabea Edel
Samstag, 16.5. 15 – 17 Uhr Einführung
Sonntag, 17.5., 10 – 17 Uhr
Retzerhaus, Remise
Samstag, 16.5. 15 – 17 Uhr Einführung
Sonntag, 17.5., 10 – 17 Uhr
Retzerhaus, Remise
»Wir können sehen, wie eine Tasse vom Tisch fällt und in Scherben geht, aber wir werden niemals sehen, wie sich eine Tasse zusammenfügt und auf den Tisch zurückspringt«, schreibt Stephen Hawking und beschreibt zum einen die Zunahme der Unordnung, zum anderen aber auch, ungewollt, genau das, was das Schreiben vermag: Wir können die Tasse wieder auf den Tisch stellen und einen Menschen daneben sitzen, der uns davon erzählt. Wir können die Scherben zu etwas anderem zusammensetzen, als zu einer Tasse. Wir können die Unordnung nutzen, denn wo Unordnung ist, ist Material und aus Material entstehen Geschichten, formen sich Gedanken und generiert sich Sprache. Die Welt und die Menschen selbst sind aus dem Chaos, der Unordnung entstanden. Sprache macht das Verborgene sichtbar, ordnet Gedanken, erschafft Realitäten und öffnet Spielräume. Was wäre, wenn die Tasse nicht zerbrochen wäre? Was wäre, wenn die Zeit nicht linear verliefe? Was wäre, wenn wir nicht von der Tasse erzählen würden, sondern von den Umständen, dem Tisch, dem Menschen, der uns die Tasse geschenkt hat, dem Moment des Luftanhaltens beim Fall, dem Schnitt am Finger beim Aufsammeln der Scherben – was wäre, wenn wir mutig sind und einfach anfangen?
Dieser Schreibworkshop versteht sich als Einladung. Aus Scherben (im übertragenen Sinne), Erinnerungsbruchstücken und Wünschen etwas Neues zu erschaffen: eine Geschichte, ein Gedicht, einen Text, und der Geschichte, die immer schon erzählt werden sollte, einen Raum öffnen. Der Schwerpunkt wird auf dem Anfang liegen – dem »Was wäre, wenn…«. Teilnehmer*innen werden gebeten, einen Gegenstand oder ein Bild mitzubringen, mit dem sie eine persönliche Verbindung haben.
Kursgebühr 110 €